Mittwoch, 23. August 2017

Wohnmobil mit Kindern - meine 5 Anfänger-Erfahrungs-Tipps

 

Jeder hat andere Vorstellungen von seinem (Traum-) Urlaub: Der eine will in ein All-inklusive-Hotel am Meer, der Nächste eine Ferienwohnung und der Dritte bleibt am Liebsten zu Hause auf Balkonien. Und dann sind da noch die Camper... Das vermeintlich einfacher Camper-Leben wollten wir dieses Jahr unbedingt mal ausprobieren.

Wir haben uns also dazu entschieden, ein Wohnmobil zu mieten und uns ins Abenteuer zu stürzen. Erfahrungen hatten wir keine nennenswerten, aber durch ausprobieren wird man ja schlauer. Das war unser Ansatz! Die Berge waren unser Ziel: Tirol und Südtirol.


1. Richtiges Wohnmobil - auf Kindersitze achten
Wir haben uns unendlich viele Wohnmobile angeguckt: mit Alkoven oder ohne, Doppelbett hinten oder Stockbett, feste Sitzgruppe oder zum Umbauen... die Auswahl ist riesig. Und hat uns total überfordert! Letztlich haben wir vorallem darauf geachtet, dass die Betten für kleine Kinder gut passen (hoher Rausfallschutz!). Das Erwachen kam dann, als wir das WoMo abgeholt hatten und die Kindersitze einbauen wollten: Das passte nicht!! Nachdem der erste Schock überwunden war, hatten wir zum Glück durch keinere Umbauten nach gut 2 Stunden die beiden Sitze fest eingebaut. Puh - so viel Stress am Anfang des Urlaubs wünsche ich keinem.

Mein Tip: Probiert vorher aus, ob die Kindersitze gut passen!


2. Regen- und Fahrtbeschäftigung
Meine Kinder sind zum Glück geduldige Autofahrer, aber ihr Durchhaltevermögen ist natürlich nicht unendlich. Deshalb hatten wir selten wirklich lange Fahrten von mehreren Stunden am Stück geplant. Trotzdem hatte ich einige neue Pixi-Bücher besorgt, die für Abwechslung sorgten. Diese findet man häufig auf Flohmärkten für 10 bis 20 cent und sie sind schön klein und handlich. An Regentagen (die wir leider mehr hatten, als erhofft) leisteten neben den vielen Matschklamotten auch Malsachen und einfache Gesellschaftsspiele gute Dienste.

Mein Tip: "neue" Pixi-Bücher sorgen für Abwechslung, wenn man mal nicht raus kann!

3. Passende Stellplätze aussuchen
Wohnmobile haben den Vorteil, dass man nicht zwingend auf einem Campingplatz stehen muss, sondern auch (deutlich günstigere) Stellplätze nutzen kann. Freies Stehen ist meines Wissens nach in Tirol und Südtirol verboten, in anderen Regionen wäre dies aber sich auch eine gute Option. Da wir die Urlaubskasse nicht allzu sehr belasten wollten, entschieden wir uns oft für kleine günstige Stellplätze - und haben das nicht bereut!
Mit Internet und viel ein bisschen Ausdauer beim Suchen kann man wahre Schätze finden: So schliefen wir mal bei einem urigen Obstbauer in Südtirol, mal an einem wunderbar kleinen Badesee im Allgäu mit Bergpanorama oder auch an einem Fluss mit einem riesigen Spielplatz. Und das alles für 5 bis 10 Euro die Nacht.

Mein Tip: eine intensive Stellplatzsuche lohnt sich: traumhafte Orte für wenig Geld!


4. Planung nur in Maßen
Sind wir ehrlich: einen Urlaub mit Kindern kann man nicht vergleichen mit einem ohne, zumindest ist das bei uns so. Das soll keine Wertung sein, beides ist schön! Aber man merkt doch deutlich die unterschiedlichen Bedürfnisse von vier Familienmitgliedern: Den Kindern hätte es natürlich gereicht, wenn wir einfach an einen See in der Nähe mit einem großen Spielplatz gefahren wären. Zwei Wochen lang. Das entspricht bloß leider so gar nicht meinem Bedürfnis nach Abwechslung. Ich will was sehen von meiner Umgebung. Mein Mann liegt irgendwo dazwischen. Es gilt also ein Mittelweg zu finden, der für alle passt.
Unserer Erfahrung nach kommt man selten vor 11 oder 12 Uhr an seinem Stellplatz weg, wenn man morgens kein Stress haben möchte. Und so ab 17 oder 18 Uhr hatten wir uns spätestens einen neuen Platz gesucht. Das realistische Zeitfenster für Ausflüge und ähnliches ist also nicht allzu groß - und das war für mich etwas, das ich am Anfang erstmal nicht so richtig akzeptieren konnte und wollte.

Mein Tip: Wenig Planen - in den Tag hineinleben und keine zu hohen Erwartungen haben!


5. Fahrräder (mit Kinderanhänger) mitnehmen
Lange hatten wir überlegt, ob wir wirklich unsere Fahrräder mit dem großen Kinderanhänger mitnehmen und haben uns in letzter Minute dafür entschieden - zum Glück! Letztlich waren wir nahezu täglich mit den Rädern unterwegs, da ist man einfach so flexibel. Das Wohnmobil zusammen zu packen um noch mal schnell irgendwo hinzufahren, das ist unrealistisch. Die Fahrräder aber hat man schnell abgeladen und so kann man seine Umgebung deutlich angenehmer erkunden.

Mein Tip: Um mit einem Wohnmobil flexibel zu bleiben: unbedingt die Fahrräder (und einen Kinderanhänger) mitnehmen!



Was habt ihr für Erfahrungen mit Wohnmobil-Urlaub und Kindern gemacht?

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