Donnerstag, 8. September 2016

Experiment: Bokashi-Eimer

Was ist denn das? Irgendwas neumodisches aus Japan, das keiner braucht?
Ich hatte von Bokashi zwar schon mal gehört, aber mich bis vor etwa zwei Monaten noch nie damit beschäftigt. Warum auch? Das klang mir alles zu kompliziert und ich erkannte keinen Nutzen für mich. Doch das hat sich geändert, als ich mich mehr damit beschäftigt habe! Denn eigentlich ist alles ganz einfach und sinnvoll!

"Zutaten" zum Bau eines Bokashi-Eimers

Was ist das eigentlich? Und warum?
Ein Bokashi-Eimer ist ein Küchen-Komposter, der den Biomüll durch Fermentation zersetzt. Das hat den Vorteil, dass es viel schneller geht als ein normaler Kompost-Haufen und auch weniger Platz braucht. Klingt doch gut, oder?

Und wie funktioniert das nun?
Man braucht dazu lediglich so einen Eimer (besser zwei) und die Mikrooragnismen. Es gibt sie als so eine Art Pulver zu kaufen oder man kauft es in flüssiger Form (EMA), so habe ich das gemacht. Dann heißt es nur noch Biomüll sammeln, in den Eimer, EMA drüber sprühen und abdecken.Und das jeden Tag. Wenn der Eimer voll ist, lässt man ihn am besten noch ewta zwei bis drei Wochen (warm) stehen. Anschließend hat man eine Vorstufe von Komposterde, die jetzt noch am Besten vier bis sechs Wochen im Garten vergräbt. Und fertig ist der Turbo-Kompost. So die Theorie.

Der Bau
Wir haben mittlerweile zwei Eimer hier, die wir ganz einfach selbst gebaut haben. Eine gute Anleitung findet ihr bei smarticular. Im Prinzip habe ich alles so gemacht wie beschrieben, mit einer Ergänzung: Wie in den Kommentaren des Artikels erwähnt, braucht man zusätzlich zum Eimer-Deckel noch einen luftdichten Abschluss direkt über dem Biomüll. Dieser ist bei mir eine Plastikmülltüte mit Sand gefüllt. Das alles ging wirklich sehr einfach und der Große hat auch begeistert mitgeholfen!

Der Große hilft beim Bauen
Unsere ersten Erfahrungen
Bis der Eimer, der bei uns im Keller steht, voll war, hat es ungefähr 5 Wochen gedauert. Dann habe ich ihn drei Wochen ruhen lassen, bevor ich ihn ausgeleert habe. Mit Erde gemischt ist er nun in einem Schnellkomposter im Garten. Den hatte ich eh ausgeleert letztens und das ging schneller als vergraben. Jetzt bin ich gespannt, ob wir sehr bald gute Komposterde haben :-)

Skeptisch?
Erst war ich skeptisch damit, weil ich dachte wozu das Ganze, wenn man auch einfach alles auf den normalen Komposthaufen machen kann. Dann muss ich nichts extra kaufen. Aber das Problem in unserem Garten ist, dass der Kompost leider leider leider überhaupt gar nicht gepflegt wurde bis jetzt. Ich denke also, frühstens in zwei Jahren haben wir "normale" Komposterde. Und die Zwischenzeit kann ich gut mit Bokashi überbrücken. So der Plan.

Habt ihr Erfahrungen damit? Oder meint ihr eher, das ist total überflüssig?

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