Montag, 18. Januar 2016

Chaosfreies Kinderzimmer - Anfänge und erste Erfolge

Ich hatte mir ja fest vorgenommen mich mehr mit der Ordnung im Kinderzimmer zu beschäftigen und das hat die letzte Woche auch gut funktioniert. Passend dazu gibt es bei Birgit eine wunderbare Challenge, sehr lesenswerte Beiträge! Wir haben also zusammen (also der Große und ich) ein wenig ausgemistet und versucht dem Chaos Herr zu werden. Über unseren Weg möchte ich euch heute ein wenig berichten.


Gar nicht so viele Spielsachen? Oder doch?
Wir haben das Glück, dass wir (relativ gesehen) gar nicht so viele Spielsachen haben. Also klar, immernoch viel. Viel zu viel. Manchmal ist man aber bei Anderen zu Besuch und dann bin ich doch froh über unsere Menge. Ich versuche sehr, auf unsere Familie Einfluss zu nehmen, wenn wieder ein Geburtstag/Weihnachten/Ostern ansteht. Das klappt leider nur so suboptimal, aber immerhin. Grade jetzt an Weihnachten hatte ich ich doch sehr geärgert, denn eigentlich hatten wir abgemacht, dass er von (fast) allen etwas Großes zusammen geschenkt bekommt: ein Fahrrad. Doch jeder hatte noch eine "Kleinigkeit" dazugepackt und natürlich auch Süßkram. Der Große war sehr verwirrt und überfordert, denn eigentlich kam ja alles vom Christkind und nicht von Oma und co. Aber das ist eine andere Geschichte und darauf habe ich auch gelernt für nächstes dieses Jahr.


Offene Körbe - alles gut sichtbar!
Zurück zum Thema. Das Spielzeug des Großen liegt bei uns ausschließlich in offenen Körben in einem offenen Regal, wie das auch Birgit emfiehlt. Das habe ich zum Glück eigentlich schon immer so gehandhabt, da ich das recht früh mal bei den Eltern vom Mars gesehen hatte (sehr lesenswerter Blog!) und es mir sehr sinnvoll erscheint. Bis jetzt habe ich auch nur gute Erfahrungen damit gemacht, der Große weiß dann auch immer in der Theorie, wo was hingehört. Ein weiterer Vorteil ist, dass man gezwungen wird Ordung zu halten. Wir werfen alles in eine Kiste/Schrank/Schublade und machen sie zu - das gibt es nicht.

Problemzone: Kleinteile und Aufräumen
Trotzdem gibt es natürlich Problemzonen bei uns. Vorallem kleine (Plastik-)Teile und Schrauben sammeln sich immerwieder an. Diese landen dann meist in seiner Werkzeugkiste - ein unübersichtliches Durcheinander. Außerdem fällt es mir/uns schwer, die bespielten Dinge immer gleich wegzuräumen. Da gibt es eindeutig verbesserungsbedarf. Dabei hilft es sehr, wenn alles seinen festen Platz im Kinderzimmer hat. Das merkt man immer sehr, wie ich finde, nach solchen schenkintensiven Phasen wie Weihnachten. Alles liegt irgendwo rum, bis man sich die Mühe macht einen festen Platz zu suchen.

Ausmisten - Zusammen statt heimlich
Als der Große noch klein war, habe ich immer Spielsachen ungefragt weggeräumt, wenn er nicht mehr damit gespielt hat oder es nicht mehr altersgerecht war. Mittlerweile mache ich das aber anders, denn ich finde, er kann dazu jetzt auch Entscheidungen treffen. Ich miste also mit ihm zusammen aus und das klappt zum Glück sehr gut! Ich weiß, jedes Kind ist anders, dafür gibt es kein Patentrezept. Bigit beschreibt ein Kistensystem, das ich mir auch gut vorstellen könnte. Bei uns klappt es momentan aber am Besten, wenn ich in sehr kleinen Schritten vorgehe. Ich warte den richtigen Moment ab, also wenn er recht entspannt, zufrieden, nicht müde und ausgeglichen ist. Dann frage ich so nebenbei, ob er eigentlich mit diesem oder jenem noch spielt. Sagt er nein (was oft der Fall ist), dann frage ich, ob ich die Sachen in den Keller räumen darf und wir packen sie in eine Kiste. So haben wir diese Woche eine ganze Kiste voll runtergeräumt. Ich versicherte ihm dabei, dass wir die Dinge gerne wieder hoch holen könnten, wenn er es sich anders überlegt hat. Spätestens dann, wenn der kleine Bruder in das richtige Alter kommt.


Tablettpflicht?
Eine sehr gute Idee von Birgit finde ich auch die Tablettpflicht für machen Spielsachen, vorallem solche mit Kleinteilen. Bis jetzt gibt es hier so etwas noch nicht, aber ich denke ich werde mir bei Gelegenheit mal ein Tablett zulegen. Das klingt sehr gut, finde ich!

1 Kommentar:

  1. Liebe Marlia,

    schön dass du mitmachst! Ich finde das immer sehr interessant, wie andere das angehen. Du hast recht, jedes Kind ist anders und ich glaube ein Erfolgsrezept gibt es nicht. So wie du es macht mit nebennbei immer mal wieder fragen, mache ich auch oft und das stimmt, die Kinder müssen unbedingt gut drauf sein :-)

    Liebe Grüße,
    Birgit

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