Freitag, 10. April 2015

Upcycling - Pflanzen-Schildchen und Saatgut

Ich bin hier schon fleißig am Vorziehen von kleinen Pflänzchen für den Garten. Die ersten Tomatenpflanzen kann man schon erkennen und auch Salat und Kohlrabi zeigen schon ein paar Blätter. Gurke und Zucchini folgt bestimmt noch die Woche und mal schauen was noch alles. Damit ich mir merken kann, was ich wo gesät habe, benutze ich so weiße Plastikschildchen, die ich mir vor einigen Jahren mal zugelegt hatte. Mit der Zeit sind aber einige verloren gegangen und nun sind es nicht mehr genug für mich. Neue kaufen kam nicht in Frage, also überlegte ich, was man alternativ verwenden könnte.

Alte Shampoo-Flaschen werden upgecycelt

Inspiration
Über das Pinterest-Board vom Upcycling-Dienstag habe ich diese tolle Idee entdeckt und wusste gleich, das ist es. Shampoo benutze ich (leider) immernoch in Plastikflaschen, da hab ich für meine leider sehr fettigen Haare noch keine Alternative gefunden, so dass es hier immer wieder leere Plastikflaschen gibt. Perfektes Upcycling also, denn zum Wegschmeißen sind sie ja doch immer ein bisschen zu schade.


So gehts
Mit einer Schere habe ich die Shampooflaschen einfach in Streifen geschnitten und jetzt habe ich eine Blase am Daumen. Das ging ein bisschen schwer, vielleicht probiere ich es das nächste Mal mit einem Cutter oder so, dann werden sie vielleicht auch etwas gleichmäßiger...


Im Einsatz
Und so sehen die ersten Schildchen im Einsatz aus. Einfach mit Bleistift beschriften, dann kann man es wieder wegradieren und die Schilder weiter nutzen. Auf dem Bild kann man die Schrift zwar nicht so gut lesen, das liegt aber an meinen laienhaften Fotokünsten. Im Vordergrund das ist übrigens eine  Johannisbeer-Tomate von der Samenrotation, ich bin gespannt :-)

Die Töpfe sind leider auch aus Plastik, aber schon lange in Gebrauch, zusammengesammelt von Einkaufsaktionen von vor vielen Jahren. Wenn sie mal den Geist aufgeben, dann habe ich mir fest vorgenommen, welche aus Zeitung zu falten. Aber noch sind diese top in Ordnung und einfach wegwerfen möchte ich sie nicht.

Samenfestes Saatgut
Noch ein kurzes Wort zu meinem Saatgut. Wenn ich es nicht grade ertauscht oder geschenkt bekommen habe, dann versuche ich darauf zu achten, dass es sich um samenfeste Sorten handelt. Das ist sehr wichtig, nur so kann man sein eigenes Saatgut herstellen. Einen interessanten Beitrag findet man hier, vielleicht schreibe ich da bei Gelegenheit auch nochmal drüber. Das ist eine Sache, die mir sehr am Herzen liegt.


Ein paar Bloggerinnen haben sich zusammengetan und eine wundervolle Blogaktion ins Leben gerufen: EiNab. Es geht darum, nachhaltige Ideen zu sammeln, die im Kleinen doch große Veränderung bringen. Zuerst ist diese Aktion zu Gast bei Frederike, dahin wandert auch ein Link hierzu. Ich freue mich schon sehr auf die anderen Beiträge und bedanke mich recht herzlich für die Organisation <3

Wie macht ihr das mit der Anzucht? Woher bezieht ihr euer Saatgut?

Kommentare:

  1. Tolle Idee - trotz Blase am Daumen! Da sind die Shampoo-Flaschen doch zu was nütze und so oft muss man ja auch keine neuen Schilder basteln. Hat sich die "Einfach. nachhaltig. besser. leben." Linkparty für mich doch schon gelohnt, denn deinen Blog kannte ich noch gar nicht!
    Viele Grüße und danke fürs Mitmachen!
    Marlene vom Verrückten Huhn

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    1. Hallo Marlene,
      danke für deine lieben Worte :-)
      Deinen Blog kannte ich vorher auch nicht, ich finde eure Idee wirklich so was von klasse <3
      Viele liebe Grüße,
      Marlia

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  2. Sehr coole Aktion!
    Zum Thema Shampoo: Mit konventionellen Shampoo fetten meine Haare auch abartig schnell. Tägliches Waschen ist da Pflicht und manchmal hab ich das Gefühl, selbst das wäre noch zu wenig. Mit Haarwaschseife aus Naturölen kann ich dagegen auch mal zwei, manchmal sogar drei Tage ohne Haarewaschen durch die Welt gehen. Die Umstellung braucht ein bisschen, aber der Unterschied ist bei mir signifikant. Nur mal so als Erfahrungsbericht, dass die Probleme manchmal durch die eingesetzten Produkte entstehen können.

    Und vielen Dank für deine lieben Worte zur Parade! Das freut mich ungemein und da hat sich schon die ganze Mühe gelohnt! Auf dem Pinterest-Board bist du jetzt auch mit deinem Beitrag verlinkt.

    Cheers Zora

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    1. Hallo Zora,
      Danke für deinen Erfahrungsbericht. Momentan bin ich ja schwanger und da ist alles noch schlimmer mit den Haaren. Aber im Herbst werde ich damit mal ein bisschen experimentieren, denn ich habe schon öfters gehört, dass es mit normalem Shampoo nur noch schlimmer wird. Ich bin gespannt!
      Viele liebe Grüße,
      Marlia

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  3. Hallo Marlia, ich bin über die EiNab-Linkparty zu dir gekommen. Seit Dezember haben wir einen Kleingarten und demzufolge bauen wir dieses Jahr das erste Mal selber Geüse an. Bei dem Saagut hab ich jetzt auf nichts geachtet. Aber ich fand deinen Hinweis und den Link sehr interessant und würde beim nächsten Mal (oder vielleicht auch noch paar Sorten dieses Jahr) gerne saatfestes Saatgut kaufen. Wo bekommt man das denn her? Im Bioladen? Über eine Antwort würde ich mich freuen.

    LG Franzi

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    1. Hallo Franzi,
      Freut mich, dass du hier gelandet bist :-)
      Ja, im Bioladen bekommt man das eigentlich fast immer, hier gibt es das auch noch bei Te.gut, falls du so einen Laden in deiner Nähe hast. Man kann das auch direkt mein Anbieter (z.B. Bingenheimer Saatgut) bestellen, aber da kommen dann natürlich noch Versandkosten hinzu.
      Viele liebe Grüße,
      Marlia

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  4. Hallo Marlia!

    Super, dass Du bei der Blogparade auch mit dabei bist!

    Ich bin ja bei den Beschriftungen immer total faul und dann kann es dafür passieren, dass ich alles durcheinander bringen, weil ich einfach darauf vertraut habe, es mir eh zu merken.

    Super Lösung!

    Auf einem anderen Blog habe ich übrigens die Idee gefunden, chinesische Ess-Stäbchen dafür zu verwenden.

    lg
    Maria

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    1. Hallo Maria,
      Danke für deine lieben Worte :-)
      Das mit den Essstäbchen ist ja auch eine gute Idee, wenn man welche übrig hat. Das werde ich mir mal merken!
      Viele liebe Grüße,
      Marlia

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  5. Genial!! Danke für die Idee - ich habe meine Schildchen aus Modellbauplastik geschnitten (den hatte ich noch vom Studium), aber sobald der alle ist, ist das DIE Idee!

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    1. Hallo Anne,
      Dankeschön :-)
      Stimmt, anderes Plastik geht natürlich auch.
      Viele liebe Grüße,
      Marlia

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  6. Wirklich ne gute Idee, die Plastik-Falschen zu verwerten. Das kann man bestimmt auch für was anderes verwerten, was beschriftet werden muss...
    Zum Thema Saatgut: Seit auch ich mich zu den stolzen Kleingartenbesitzern zählen darf, habe ich mich mit dem Thema etwas auseinandergesetzt. Ich nehme mir jetzt vor, hauptsächlich Samen selbst nachzuziehen und/oder zu ertauschen. Im Interent gibt es tolle Samentausch aktionen, zB bei facebook. So hat man gleichzeitig noch den Netz-werk Aspekt dabei, der als (zuküftiger) Selbstversorger auch extrem wichtig ist.
    alles liebe einstweilen und danke für den spannenden Beitrag für unsere Parade,
    frederike

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    1. Hallo Frederike,
      Stimmt, die kann man auch für andere Dinge nehmen, daran hatte ich noch gar nicht so gedacht :-)
      Das mit dem Samen nachziehen habe ich auch schon versucht bzw viel dazu gelesen. Da hab ich mir das Buch "Handbuch Samengärtnerei" angeschafft, sehr empfehlenswert. Tauschen find ich auch gut, bei Facebook habe ich da noch gar nicht so nach geguckt, eher über Blogs. Da werde ich auch mal die Augen offen halten. Vielen Dank für den Tip :-)
      Viele liebe Grüße,
      Marlia

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