Dienstag, 10. Februar 2015

Was ziehe ich so an?

Nachdem die zweite Schwangerschaft nun schon mehr als zur Hälfte rum ist und der Bauch bereits deutlich sichtbar, stellt sich die Frage: Was ziehe ich so an? Bei Caro habe ich letztens einen wunderbaren Beitag dazu gelesen, denn auch sie hat ihre vier Schwangerschaften nahezu ohne spezielle Klamotten überstanden. Nun will ich euch mal ein bisschen von meinem Weg berichten...

Eine Schwangerschaft (fast) ohne Umstandsklamotten?

Als ich das erste mal schwanger wurde - vor mittlerweile über drei Jahren - dachte ich, ich müsste jetzt sooo vieles neu kaufen. Damals hatte ich aber ein Problem: Ich war Studentin und hatte dementsprechend kaum Geld. Ich konnte es mir einfach nicht leisten, mir Klamotten zu kaufen, die ich dann vielleicht ein halbes Jahr tragen würde (denn man ist ja nicht gleich am Anfang kugelrund). Und hinzu kam, ich hasse shoppen. Ich kann das einfach nicht leiden... Nö, dachte ich mir, das muss auch anders gehen. Für so was kann und will ich nicht viel Geld ausgeben.

Am Anfang ist das einfach

Solange der Bauch also noch nicht so rund war, trug ich einfach das weiter, was ich eh schon hatte. Viele Oberteile sind sowieso aus Jersey, also dehnbar, und zu kurz waren die meisten meiner Oberteile auch nicht. Ich bin sowieso der T-Shirt-Jeans-Typ, das passt super. Ist das Oberteil lang genug, dann fällt es auch nicht auf, dass ich meine Hosen nicht mehr schließen konnte. Erst habe ich einfach den Knopf aufgelassen, dann mit einem Haargummi "verlängert".
Zum Kaschieren eignen sich auch super Bauchbänder. Ich habe mir genau eins gekauft - in schwarz, schön neutral. Das habe ich ständig getragen und trage es auch in dieser Schwangerschaft schon wieder fast immer. Das möchte ich nicht missen, superpraktisch. So kann man zu kurze Oberteile prima kaschieren und auch offenen Hosen nochmal etwas Halt geben.

Kugelig - die Hosen zwicken

Allerdings funktionierte das mit den offenen Hosen irgendwann nicht mehr richtig. Diese Schwangerschaft war das schon recht früh so - beim zweiten Mal wird man halt doch schneller dick. Es zwickte ständig und auch der Reißverschluss ließ sich keinen Milimeter mehr schließen, so kaufte ich mir damals zwei Umstandshosen - die zweite Anschaffung in der Schwangerschaft. Auf Kinderflohmärkten findet man oft welche, denn meist hat man ja keine Chance sie aufzutragen. So hatte ich damals auch recht schnell Glück. Momentan trage ich die Hosen von damals wieder, eine gute Investition (für 3 Euro pro Stück, wenn ich mich recht erinnere).


Second Hand - Erste Wahl

Geeignete Klamotten findet man aber auch auf Flohmärkten oft und da eben auch bei ganz normalen Klamottenverkäuferinnen. Es muss nicht "Mama" drinstehen um mit einem dicken Bauch zu passen. Neben den bereits erwähnten langen Jersey-Oberteilen, habe ich auch so weite Tunikas getragen. Die waren/sind zum Glück Mode, so dass man sie oft findet. Oder lange Tops mit einer offenen Bluse drüber. Als meine Schwester letztens Klamotten aussortierte, habe ich mir auch wieder ein paar lange Tops und T-Shirts rausgesucht, die sich super für einen dicken Bauch eignen, ganz ohne sich "Umstandsklamotte" zu schimpfen. Second Hand ist und bleibt meine erste Wahl, nicht nur wegen der ökologischen Vorteile, sondern auch zum Sparen. Und sind wir ehrlich - sooo viele Klamotten brauchen wir ja auch nicht, schließlich gibts ja Waschmaschinen.

Die Zeit danach

Das gute an den wenigen Neukäufen fand ich war, dass ich nach der Schwangerschaft damals auch wenig wieder aussortieren musste. Die Kiste enthielt - neben den zwei Umstandshosen und dem Bauchband - nur noch vier Oberteile. Zwei davon mit "Mama"-Label, aber durchaus auch so tragbar, und zwei ganz normale Oberteile im Tunika-Stil. Darin kam ich mir ohne Kugelbauch zu schwanger vor. Jetzt trage ich das alles wieder und freue mich, dass ich mir nichts neues suchen muss :-)

Ich habe das Glück beide Schangerschaften über vorallem im Sommer so kugelig zu sein/zu werden. Ich kann mir gut vorstellen, dass man im Winter um ein paar mehr Anschaffungen nicht drumherum kommt. Aber mit ein bisschen Improvisation geht vieles!

Wie habt ihr das so gemacht, als ihr schwanger gewesen seit?

Kommentare:

  1. Die Hasenkinder kamen 9/01, 2/03 und 7/05 - also schön über die Jahreszeiten verteilt... ;-)
    Während der ersten Schwangerschaft hatte ich noch ein paar Aufträge abzuarbeiten, bei denen ich nicht in Jeans und Shirt kommen konnte, da hatte ich zwei Kleider bei C&A gekauft, die ich aber auch später weiter tragen konnte. Ansonsten hatte ich das Glück, von einer Freundin eine große Kiste Umstandskleidung zu bekommen, die sie in 8 (!) Schwangerschaften angesammelt hatte.
    Ich war ziemlich schnell ziemlich rund, vor allem bei Nr. 3, da war ich sehr froh, in bequeme Umstandshosen investiert zu haben. Die Hosen habe ich auch nach den Geburten noch eine Weile getragen, denn nach den Kaiserschnitten brauchte es eine Weile, bis wieder etwas auf den Narbenbereich drücken durfte. Hosen mit Gummizug fand ich nicht so toll, die Hosen mit einem elastischen Einsatz waren deutlich bequemer für mich.
    Weite Oberteile und weite Strickjacken hatte ich sowieso im Schrank und wie Du schon sagst, passen viele Shirts ziemlich lange trotz "Murmel".
    Um weiter schwimmen gehen zu können, hatte ich mir einen Umstandsbadeanzug gekauft (der "normale" wäre sonst echt geplatzt :-) und der hat sich super bewährt, denn in den weiteren Schwangerschaften war ich immer gerüstet für alle Planschtage mit den "Großen".
    Echt blöd war die Schwangerschaft im Winter, denn in den letzten Wochen passte mir kaum noch eine Winterjacke, aber auch da fand sich bei meiner Freundin etwas. Und Schuhe waren ein Problem, denn im Winter kann man leider nicht in offenen Schuhen unterwegs sein, die geschwollene Füße eher verzeihen.
    Leider kannte ich keine Bauchbänder - die wären die Lösung für viele Probleme gewesen und heute würde ich sie natürlich auch selbst nähen (damals habe ich fast nur Patchwork genäht, Kleidung kam erst für die Kinder dazu).
    Wenn ich so über meine Umstandskleidung nachdenke, fällt mir auf, dass ich einen dicken Kuschelpulli aus der Mama-Abteilung letzte Woche noch zum Skifahren anhatte - die Anschaffung hat sich offensichtlich gelohnt :-)

    Generell denke ich, dass man sowohl für die Schwangerschaft als auch dann für das Baby viel, viel weniger braucht, als einem die einschlägigen Geschäfte und Kataloge einreden möchten! Auch unsere Kinderkleidung ist zu einem großen Teil "geerbt" und wird hier zwischen mehreren Familien sozusagen im Kreis getauscht. Second Hand finde ich generell eine super Option, leider taugen die entsprechenden Läden hier nicht viel, aber im Freundeskreis findet sich meistens etwas passendes.

    Ich wünsche Dir eine wunderbare und genussvolle Schwangerschaft!

    Liebe Grüße,
    Karen

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    1. Hallo,
      danke für deine vielen lieben Worte <3
      Klar, du hast recht, berufliche Kleidung da kann man nicht so viel tricksen! Da ich beim ersten Mal kugeln noch Studentin war und momentan auch nicht fest arbeite, hatte ich das gar nicht so bedacht.
      Ui, acht Schwangerschaften deiner Freundin, das ist ja toll! Ich find das so klasse, dass dann solche Sachen trotzdem weitergegeben werden. Bei Schwangerschaftsklamotten habe ich da leider niemand "passenden" in meinem Freundeskreis, aber bei Babyklamotten läuft das bei uns auch so. Das ist wirklich genial!
      Und ich habe meine Umstandshosen auch noch weiter getragen im Wochenbett und auch danach, bis mir meine Hosen von vorher wieder (so einigermaßen) gepasst hatten. Damals war ich sogar ein bisschen traurig als ich sie in die Kiste gepackt hatte, denn sie waren ja doch so bequem...
      Da ich so überhaupt gar keine Wasserratte bin, habe ich momentan keinen passenden Bikini/Badeanzug. Das ist irgendwie blöde (ich musste schon Schwimbad-Verabredungen absagen), aber da denke ich immer, das lohnt sich bei mir nicht. Na mal abwarten, vielleicht ändere ich da meine Meinung noch :-)
      Deinen letzten Absatz kann ich so definitiv unterschreiben: Man braucht soooo vieles NICHT, was man eingeredet bekommt! Das ist wirklich erschreckend, wenn man das alles immer liest/sieht...
      Viele liebe Grüße,
      Marlia

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  2. So wirklich notwendig waren bei mir eigentlich nur ein paar Schwangerschaftshosen (denn normale passen irgendwann einfach nicht mehr, kann man nichts machen :D) und eine Jacke :) Bei Oberteilen konnte ich wirklich erstaunlich viel nutzen, das eigentlich nicht aus dem Bereich der Schwangerschaftsmode kommt :)

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